Was wir tanzen und was wir können lernen uns unsere Tanzleiter:
Maria, Fritz, Gerhard und Robert.
Durch ständige Weiterbildung bei diversen Seminaren halten sich die Tanzleiter
auf dem Laufenden und bringen neue Tänze in die Gruppe.
Der Schwerpunkt liegt naturgemäß bei den österreichischen Volkstänzen.
Hier reicht das Repertoire von den einfachen Tänzen wie Bauernmadl und Boarischer bis zu den schwierigeren Figurenlandlern wie Untersteirer Landler und Zillertaler Landler.
Aus Interesse und um unseren Horizont zu erweitern, werden immer wieder auch andere Tänze ausprobiert und gerne getanzt. Erwähnt seien hier vor allem die Kontratänze wie Treskowitzer Menuett oder Hollsteiner Dreitur. Aber auch Square-Dances aus Amerika und sogenannte Sprachinseltänze zum Beispiel aus Siebenbürgen haben es uns angetan.
Viele Leute können mit dem Begriff Volkstanz beziehungsweise österreichischer Volkstanz sehr wenig anfangen. Darum wird hier nachfolgend kurz eine Einführung in dieses Thema gegeben.
Zunächst die am häufigsten geprobten Tänze (man könnte schon sagen unser Standard-Repertoire)
Attergauer Boarisch Lauterbacher Bandltanz Lembacher Landler Bauernmadl Lunzer Boarisch Boarischer (Bayrisch Polka) Marchfelder Kreuzpolka Böhmerwaldlandler Marienfrieder Cevve Mazurka aus St.Lorenzen Der Gschlööfte Maschierbairisch Eckerischer Neudeutscher Einfacher Dreher Obfelder Dreier Eiswalzer Offener Walzer Ennstaler Polka Pascherltanz aus Prottes Familienwalzer Rediwa Fieberbrunner Salzburger Dreher Fröhlicher Kreis Schwedische Maskerad Holsteiner Dreitur Siebenbürger Rheinländer Jägermarsch Steiregger Kehrschottisch Sternpolka Knödldrahner Studentenpolka Krebspolka Treskowitzer Menuett Kreuzpolka Untersteirer Landler Kuckuckspolka Waldhansl Kurnauer Duarl Woaf Landler aus Drösing Zigeunerpolka Landler aus Vitis Zillertaler Landler
Jetzt die selten geprobten Tänze
Agat - Hochzeitstanz Paschater Flugsummi
Baile Polka Franzèe
Bauernwalzer Puchberger Schottisch
Blindenmarkter Landler Ramsauer Kreuzpolka
Deutscher Umgang Reiftanz
Feistritzer Landler 's Luada (Zwiefacher)
Fürizwänger Scharutscha (Sir Rodger)
Gamsenegger Schöne Marie
Grand Square Schottischer aus Gmünd
Hiatamadl Schwedischer
Iseltaler Masolka Schwefelhölzl
Italiener Siebenschritt
Kaiserlandler Spinnradl zu dritt
Kauzner Landler Spinnradl zu zweien
Landlerisch aus Deutsch Mokra Strohschneider
Kikerikie Tampet
Maschierpolka Tiroler
Mexikanischer Walzer Topporzer Kreuzpolka
Neubayrischer Traisentaler Schottisch
Niederbairischer Landler Waldjäger
Niederbairische Mazurka Warschauer
Paschater Zwoaschritt Malender
Ybbser Landler
Zunächst eine Definition aus dem Österreich Lexikon "aeiou":
Volkstanz: Der österreichische Volkstanz besitzt nicht nur bäuerlichen Ursprung, sondern enthält auch viele Elemente ehemals höfischer und städtischer Tanzformen und bietet daher eine Vielfalt von Erscheinungsformen. Funktionen des in der Gemeinschaft gestalteten Volkstanzes sind Geselligkeit, Repräsentation und Brauchtum. Gesellige Tänze finden nur zu bestimmten Zeiten des Jahres statt: im Fasching, nach Ostern (Maitanz) und im Herbst (Erntetanz), wobei Hochzeiten, Kirtage und Bälle die wichtigsten Anlässe sind. Ritualtänze von Maskengestalten stehen insbesondere mit Bräuchen der Weihnachtszeit in Zusammenhang.
Bekannte österreichische Tanzformen sind unter anderem: Kranzltanz (Hochzeitsbräuche), Bandltanz, Sechsertanz (österreichische Kontratanzform aus Vorarlberg), Schuhplattler (ursprünglich eine vom Einzeltänzer frei gestaltete Form des Werbetanzes, heute nur noch Gruppentanz) und Ländler. Die in ganz Österreich verbreiteten Grundtanzformen sind offener Walzer, Hiatamadl, Bauernmadl, Schottischer, Neudeutscher, Siebenschritt, Studentenpolka, Kreuzpolka, Jägermarsch, Rheinländer, Schwedischer, Bayrisch-Polka (Boarischer), Neubayrischer, Krebspolka.
Die Entstehung der österreichischen Volkstanzbewegung hängt aufs engste mit dem Beginn der Aufzeichnung und der Beschreibung der Volkstänze zusammen. Raimund Zoder begann seine Sammeltätigkeit vor dem 1. Weltkrieg. Mit Hilfe der Turnsprache schuf er erstmals in Österreich eine mit der Leitmelodie des Tanzes verbundene genaue Beschreibung der Tanzbewegung. Seine Schüler setzten die Tätigkeit in den deutschsprachigen Gebieten der österreichisch-ungarischen Monarchie fort. In der Zwischenkriegszeit wurde die Pflege des Volkstanzes, die bis heute mit der Pflege von Volkslied und Volkstracht (Trachten) verbunden ist, von behördlicher Seite aktiv unterstützt.
Die traditionelle Tanzkultur ist in einzelnen Landschaften bis heute in ungebrochener Überlieferung lebendig. Tanzgelegenheiten im Rahmen der Pflege bieten die einzelnen Volkstanzgruppen und -Kreise in allen Bundesländern. Die älteste ist die "Arbeitsgemeinschaft der Wiener Volkstanzgruppen" (gegründet 1949), deren größte Veranstaltung der "Wiener Kathreintanz" mit weit über 1000 aktiven Tänzern ist. Die Dachorganisation "Bundesarbeitsgemeinschaft österreichischer Volkstanz" ist Herausgeberin der Zeitschrift "Der fröhliche Kreis".
Was unserer Meinung nach Volkstanz nicht ist
Volkstanz, wie wir ihn verstehen ist nicht Musikantenstadl, nicht
Fremdenverkehrswerbung, kein Ausdruck einer politischen Grundhaltung und
schon gar nicht eine Ansammlung von nicht in die moderne Zeit passenden
Nationalisten.
Sondern wir sehen den Volkstanz als das, was wir im Urlaub
so sehr schätzen, wenn wir in einem kleinen griechischen Dorf eingeladen
werden eine Hochzeit mitzufeiern: Als eine Bereicherung unseres Alltages
und als ein Element, das die individuelle Kultur eines Landes prägt.